Soziale Kompetenz und Burschenschaften

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Eine revolutionäre, bahnbrechende Erkenntnisse aus der Anfangszeit der burschenschaftlichen Bewegung hat bis heute ihre Gültigkeit bewahrt:
Die ausschließlich nach innen gerichtete Verantwortung, die Beschränkung auf einen fest umrissenen Kreis, die Kultivierung des Lebensbundprinzipes als Selbstzweck führt zu sektenähnlichen , sich von der übrigen Welt abkapselnden Strukturen.

Bleibt aber die Frage nach dem "Wozu" und "Wohin" einer Gemeinschaft unbeantwortet, erschöpft sich ihr Sinn in der Pflege des Gruppenegoismus, so führt sich diese Gesellschaft selbst ad absurdum, wird zu ihrer eigenen Karikatur.

Die Urburschenschafter haben einer solchen Entwicklung ihre Auffassung entgegengesetzt, daß der Akademiker - ob als Student oder später im Berufsleben - seine eigentliche Aufgabe außerhalb des Bundes im Staat und in der Gesellschaft mit ihren vielen Gruppen zu erfüllen hat. Sie brachen damit aus der bis dahin gepflegten inzestuösen Reduktion des Verbindungswesens aus, bejahten ihre Verantwortung über das akademische Standesdenken hinaus - und traten so erstmals in eine moderne soziale Verantwortung ein.

Ein Lebensbund auf der Grundlage gemeinsam getragener Ideale, einer von allen anerkannten - nicht zwingend statischen - Werteordnung und der erkennbar ernstgenommenen Verpflichtung zum Handeln entwickelt Strahlkraft und Außenwirkung. Nicht ohne Grund lag die Blütezeit der Burschenschaften und jedes einzelnen Bundes in den Jahrzehnten, in denen Burschenschafter in allen führenden Positionen vertreten waren; erkennbar daran, daß sie bereit waren, als Akademiker Impulse zu setzen, Einsatz für andere zu bringen.

An diesen Gedanken, an dieser Haltung gilt es heute wieder anzuknüpfen.

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