Historisches: MB! Babenbergia

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Die Burschenschaft Babenbergia

Am 4. März 1872 gründeten in München studierende Absolventen des Bamberger Gymnasiums die "Bamberger Landsmannschaftliche Studiengenossenschaft". Es handelte sich dabei zunächst nur um einen Stammtisch im Café "Alte Börse", zu dem man sich ungezwungen traf. Als "Sport" betrieb man das damals beliebte Billard und Schlägerfechten.

Aber schon nach acht Jahren entschloß man sich, den "Bamberger Verein" zu gründen. Dieser wies wesentliche Merkmale einer Studentenverbindung auf, obwohl er noch nicht als Korporation im eigentlichen Sinne anzusehen war. Die Satzung forderte eine feste Mitgliedschaft, Philisterium und regelmäßiges Kneipleben. Ein Fechtkurs im Säbel- und Schlägerfechten wurde den jungen Mitgliedern zur Pflicht gemacht.

Im September 1890 sandte die Münchener Aktivitas dem in Bamberg tagenden Philisterausschuß einen Brief, in dem sie ihn von dem mit "bedeutender Mehrheit" gefaßten Beschluß in Kenntnis setzte, daß die Umwandlung des Bamberger Vereins in eine Studentenverbindung eine zwingende Notwendigkeit sei. Am 13. September 1890 stimmte das Philisterium der Umwandlung zu, und es konstituierte sich die "Freie Verbindung Babenbergia mit unbedingter Satisfaktion". Dies stellte die Babenbergia auf eine breitere Basis, da jetzt auch Studenten aufgenommen werden konnten, die nicht Absolventen des Bamberger Gymnasiums waren.

Als Farben, die jedoch nicht getragen wurden, übernahm man die des "Bamberger Vereins" Weiß-Rot und fügte Blau hinzu. 1901 trat die Babenbergia dem "Münchener Verband nicht farbentragender Corporationen mit unbedingter Satisfaktion, VNC" bei. Dieser Verband zerfiel jedoch im Laufe des 1. Weltkrieges. Nach dem 1. Weltkrieg beteiligte sich die Babenbergia am 2. August 1919 an der Gründung des "Rothenburger Verbands schwarzer schlagender Verbindungen, RVSV". Dieser Verband löste sich jedoch schon nach 14 Jahren, im Jahr 1933, wieder auf. Am 26. November 1933 schloß sich die Babenbergia mit der Forstverbindung Hylesia zusammen, übernahm deren Farben Grün-Gold-Blau, gab das schwarze Prinzip auf und trat in die DB ein.

In den ersten Monaten des Jahres 1934 waren dann Bestrebungen des NS-Studentenbundes erkennbar, das studentische Verbindungswesen durch eine Eingliederung in den NSSTB gleich-zuschalten. Das führte zu langwierigen Auseinandersetzungen, die - wie bei den meisten Studentenverbindungen - mit der Einstellung des aktiven Betriebes im Jahr 1936 endeten. Nach dem II. Weltkrieg wurde die MB! Babenbergia am 25.09.1948 von 28 Bundesbrüdern wiedergegründet. Am 17. Juni 1950 reaktivierte die MB! Babenbergia mit 95 weiteren Burschenschaften die DB.

Nach Beseitigung der Kriegsschäden errichtete man gemeinsam mit der MB! Arminia das neue Bundeshaus in der Maria-Theresia-Straße 20, das man am 13. Dezember 1952 einweihte. Am 4. Mai 1968 erfolgt die Einweihung des zusammen mit der B! Arminia errichteten Studentenwohnhauses. 1990 wurde das Bundeshaus von Grund auf renoviert und wurden die Korporationsräume völlig neu gestaltet.

Seit ihrem Beitritt in die DB hat sich die B! Babenbergia der burschenschaftlichen Idee stets verpflichtet gefühlt. Deshalb stellte sie seit dem Kriege mehrfach Mandatsträger in Gremien der DB, BG und ÖB. Wegen tiefgreifender Meinungsunterschiede trat die B! Babenbergia im Jahr 1993 aus der burschenschaftlichen Gemeinschaft in DB und DBÖ aus.

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