Vortrag zu Stuttgart21

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Datum: 
31. Mai 2017 - 18:30

Es trägt vor: Bbr. Prof. Dr.-Ing. Gerhard Heimerl

Ort: Studentendeutsche Akademie der Wissenschaften und Künste in München, Hochstraße 8, München-Au

Titel: Die Eisenbahn-Neubaustrecke Stuttgart - Ulm mit Stuttgart 21 im europäischen Hochgeschwindigkeitsnetz - Planungsanstoß und Projektentwicklung

mehr unter: http://www.sudetendeutsche-akademie.eu/veranst.htm

zum Vortragenden: Prof. Dr.-Ing. Dr.-Ing. E.h. Gerhard Heimerl wurde am 16. Oktober 1933 in Neudorf bei Marienbad geboren. Nach dem Abitur in Kronach/Oberfranken 1953 studierte er Bauingenieurwesen an der Technischen Hochschule München, wo er 1958 das Diplom ablegte. Anschließend trat er in den Dienst der Deutschen Bundesbahn und schloss die Referendarzeit 1961 mit der großen Staatsprüfung im Eisenbahn- und Straßenbau ab. Danach wechselte er als Assistent von Professor Walther Lambert (1908-1987) an die Technische Hochschule Stuttgart, wo er 1964 mit der Dissertation „Auswirkungen von Raffinerien in bisher raffineriefernen Gebieten auf die Verkehrsstruktur und Einsatzmöglichkeiten von Produktenleitungen“ zum Dr.-Ing. promoviert wurde. Von 1964 bis 1973 übte er verschiedene Tätigkeiten bei der Deutschen Bundesbahn (DB) im Bereich der Direktionen Stuttgart, Augsburg und Nürnberg, in der Zentrale der DB in Frankfurt (M) sowie im Bundesverkehrsministerium in Bonn aus. 1973 wurde er zum Ordinarius für Eisenbahn- und Verkehrswesen und Direktor des Verkehrswissenschaftlichen Instituts an der Universität Stuttgart berufen, wo er 2001 emeritiert wurde. Er war Dekan der Fakultät Bauingenieur- und Vermessungswesen im akademischen Jahr 1979/80, Prorektor der Universität Stuttgart 1980 bis 1986, Mitglied des Akademischen Senats 1979 bis 1998 und Mitglied in etlichen Kommissionen und Ausschüssen, sowie Sprecher des fakultätsübergreifenden Forschungsschwerpunkts Verkehr an der Universität Stuttgart FOVUS 1998 (Gründung) bis 2001. Nach der Wende wirkte er als Vorsitzender der „Integrationskommission Verkehrswissenschaften“ an der Technischen Universität Dresden und Mitglied der sächsischen Hochschulentwicklungskommission. Außerhalb der Universität engagierte er sich viele Jahre in internationalen Gremien bei der UIC (Internationaler Eisenbahnverband), bei der EG und der CEMT (Europäische Verkehrsministerkonferenz) ebenso wie in Fachgremien in Deutschland: so war er u. a. langjähriger Fachgutachter der Deutschen Forschungsgemeinschaft DFG, Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats beim Bundesverkehrsminister, des Landesverkehrsbeirats, des Beirats des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen, des Wissenschaftlichen Ausschusses für Bau- und Betriebstechnik der DB, des Flughafenbeirats, des Kuratoriums der Akademie für Technikfolgenabschätzung BW und schließlich Präsident der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft und Präsident der Europäischen Plattform der Verkehrswissenschaften EPTS. Zahlreiche Ehrungen wurden ihm zuteil: Bundesverdienstkreuz am Bande 1986, Ehrendoktor TU Dresden 1995, Ehrenmitglied der Österreichischen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft 2000, Verdienstmedaille des Landes Baden-Württemberg 2002, Goldene Ehrennadel der Industrie- und Handelskammer Stuttgart 2002, Goldene Umweltschiene 2003 der Vereinigung der höheren Führungskräfte der deutschen Bahnen, Public Award der European Platform of Transport Sciences EPTS 2004, Ehrenmedaille der Universität Stettin/Universytet Szczecinski 2004, Ehrenmitglied der Deutschen Verkehrswissenschaftlichen Gesellschaft 2004, Goldene Ehrennadel mit Diamanten der Vereinigung der polnischen Verkehrsingenieure 2005. Im Jahr 2009 wurde er zum ordentlichen Mitglied der Sudetendeutschen Akademie der Wissenschaften und Künste, Naturwissenschaftliche Klasse, berufen.

Besondere Schwerpunkte seiner Tätigkeit sind Eisenbahnwesen, Verkehrswirtschaft, Planung und Betrieb von Verkehrseinrichtungen des öffentlichen Verkehrs, Planungsmethodik und Planungsgrundlagen, betriebs- und gesamtwirtschaftliche Untersuchungen im Verkehrswesen, Investitionsrechnungen und Nutzen-Kosten-Untersuchungen, besonders zu Infrastrukturmaßnahmen im öffentlichen Verkehr, Umweltwirkungen des Verkehrs. Mit seinem Namen ist eine Vielzahl von Untersuchungen zu Projekten des öffentlichen Verkehrs verknüpft – um einige Beispiele herauszugreifen: von den Auseinandersetzungen um die Kapazitätsfragen der Flughäfen Frankfurt und München (Gutachter für Verwaltungsgerichtshof Hessen und OVG München) und die Entwicklung des Stuttgarter Flughafens, über die Grundlagenstudien zur Schallschutzverordnung (BlmSchG) und die Standardisierte Bewertung von Verkehrswegeinvestitionen des ÖPNV, über viele eisenbahn- und nahverkehrskonzeptionelle Planungen innerhalb und außerhalb Deutschlands bis zum Ausbau des ÖPNV-Netzes nicht zuletzt auch im Raum Stuttgart: so zum Beispiel die Anbindung des Universitätsgeländes Vaihingen an die S-Bahn und die weitgehend autobahnparallele Trassenführung der Eisenbahn-Hochgeschwindigkeitsstrecke Stuttgart – Ulm (Heimerl-Trasse) mit Unterfahrung des Stuttgarter Hauptbahnhofs, die schließlich zu dem Großprojekt „Stuttgart 21“ führte.

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